Samstag, 31. Januar 2015

Santiago

Nun sind wir, nach kleinen Pannen, in Santiago angekommen. Schon im Flieger konnte ich eine ziemlich skurrile Erfahrung machen:
Juan hatte uns nach Pt.Montt gebracht und das Flugzeug, mit dem dann schließlich hier ankamen, war vorher wahrscheinlich in Osorno oder Valdivia gestartet und war daher schon recht voll. Es dauerte also seine Zeit, bis wir uns in die 23. Reihe vorgearbeitet hatten. Als wir endlich saßen, kam ein Sicherheitsbeamter an unseren Sitz, und bat mich, mitzukommen - in unserem Gepäck seien gefährliche Gegenstände entdeckt worden, daher müssten sie den Koffer in meiner Gegenwart öffnen.
Also, ich wieder raus aus dem Flieger - Konrad in Panik ( " was mache ich bloß, wenn sie nicht zurückkommt"), durch den Flughafen bis zur Stelle, wo wir eingecheckt hatten. Dort lag unser Rimova....Der gefährliche Gegenstand entpuppte sich dann als mein Notenständer :-) Die Herren konnten sich nichts unter diesem metallenen Ungetüm vorstellen und hatten daher Alarm ausgelöst!
Der Flug war dann reibungslos, aber leider hatte die Agentur nicht wahrgenommen, dass wir schon um 14:30 in Santiago waren und niemand wartete in der Ankunftshalle auf uns.
Ein sehr hilfsbereiter Fahrer rief dann bei Protours an und 2 (!) Stunden später wurden wir dann erlöst.
Das Hotel Carmenere ist sehr nett - zentral gelegen, mit ruhigem Patio, zu dem wir von unserem Zimmer aus Zugang haben - samt Tischchen und zwei Stühlen! Über dem Bett ein großer Ventilator, der bei den Temperaturen hier - über 35 Grad - angenehme Lüftchen bringt. Die Mitarbeiter sind superfreundlich und um unser Wohlergehen besorgt.

Eine richtige kleine Oase

Am ersten Abend sind wir erstmal ein bisschen ins Barrio Italiano spaziert und haben in einer argentinischen Pizzeria Pisco getrunken und was gegessen.
Den Pisco haben wir uns verdient!
Heute morgen nach einem für mich völlig ausreichendem Frühstück sind wir mit der Metro in das neue riesige Einkaufszentrum gefahren, wo auch das höchste Gebäude Südamerikas errichtet wurde:
Das Costanera Center - dort hoffte ich auf Unterstützung, da bei meinem Macbook auf der Unterseite 4 Schrauben verschwunden sind....Der nette englischsprechende Mann gab mir eine Support-Mailadresse und wenn alles klappt, können die mir am Dienstag alles in Ordnung bringen. Und als Giveaway gab noch einen Adapter dazu, mit dessen Hilfe ich jetzt mein Macbook auch wieder an chilenische Steckdosen anschließen!
Es könnte Berlin sein...
Der Turm ist etwa 300 Meter hoch und gehört schon zu den höchsten Gebäuden der Welt, aber irgendwie kann einen, der auf dem 800 Meter hohen Burj Kalif war, so etwas ja kaum noch beeindrucken :-)

Gran Torre Santiago und mein Mann...
Wieder mit der Metro fuhren wir dann zur Plaza de Armas - ein schöner baumbestandener Ruhepol in der hektischen Stadt. Dafür, dass in Santiago quasi Sommerpause herrscht und die Menschen am Meer, im Süden oder sonstwo sind, ist es immer noch sehr quirlig hier!
In der Metro

Armut wird hier gern übersehen...


Die Schuhputzer - finden bei der heutigen Schuhmode kaum noch Kunden

Berittene Polizei macht Siesta im Schatten

Warten auf...

Rund um den Platz warten die Künstler auf Kundschaft

Die Post

Kathedrale wird renoviert

Armut auf der einen, Überfluss auf der nächsten Bank...
Konrad hat auf dem Bänkchen im Schatten Kraft getankt für den Gang zum Mercado. Brigitte hatte uns empfohlen, dort zu Mittag zu essen. Eine gute Empfehlung, sehr preiswert und frisch der Fisch!
Ein Anreißer sprach uns in sehr gutem Deutsch an und zeigte dann stolz den Wimpel von Hannover 96, den er im vergangenen Jahr auf dem hannoverschen Flohmarkt gekauft hatte!
96 ist überall!


Congrio - gibts bei uns nicht und ist ein super leckerer Fisch

Wer hat hier wen im Auge....?






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen